Die Integrativen Betriebe Österreich (dib) stehen seit Jahrzehnten für die Verbindung von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und sozialer Verantwortung. Ein zentrales Element dieses Modells ist die Lehrausbildung: Rund 400 Lehrlinge absolvieren aktuell ihre Ausbildung in den Integrativen Betrieben – in über 30 unterschiedlichen Lehrberufen in den Bereichen Technik, Verwaltung, Gastronomie, Dienstleistungen, Textil sowie Medien, Druck und Design.

Zugang zur Lehre und klare Rahmenbedingungen Voraussetzung für eine Lehrausbildung in einem Integrativen Betrieb ist ein anerkannter Grad der Behinderung von mindestens 30 Prozent. Gleichzeitig gilt: Dieser formale Zugang sagt nichts über das individuelle Potenzial, die Leistungsfähigkeit oder die Entwicklungsmöglichkeiten der Jugendlichen aus. Die Betriebe setzen bewusst auf einen ressourcenorientierten Ansatz und schaffen Rahmenbedingungen, in denen Fähigkeiten sichtbar werden und weiterentwickelt werden können.
Ausbildung mit Qualität und individueller Begleitung Die Integrativen Betriebe sind wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten. Lehrlinge profitieren von einer Ausbildung in realen Produktionsund Dienstleistungsumfeldern und werden gleichzeitig individuell begleitet.
Eine zentrale Rolle spielen dabei betriebsinterne Ansprechpersonen, die die Lehrlinge durch die gesamte Ausbildungszeit begleiten. Je nach Betrieb übernehmen diese Rolle beispielsweise Ausbildner:innen, Lehrlingskoordinator:innen oder andere zuständige Fachbereiche. Sie unterstützen dabei, die Ausbildung an individuelle Bedürfnisse anzupassen, und koordinieren ergänzende Angebote wie sozialpädagogische Begleitung oder Förderunterricht. Ziel ist es, stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl fachliche als auch persönliche Entwicklung ermöglichen.
Breites Angebot für unterschiedliche Talente Das Lehrstellenangebot der Integrativen Betriebe reicht von technischen und handwerklichen Berufen über kaufmännische Ausbildungen bis hin zu Gastronomie, Dienstleistungen, Textil sowie Druck, Medien und Design. Die Ausbildung erfolgt in modernen Betrieben mit realen Kundenaufträgen und hohen Qualitätsstandards.
Neben klassischen Lehrverhältnissen werden je nach Vorbildung auch integrative (verlängerbare) Lehrausbildungen, Teilqualifikationen sowie Lehre mit Matura angeboten. Damit werden Ausbildungswege ermöglicht, die sich an den individuellen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten der Jugendlichen orientieren.
Stabilität, Struktur und echte Arbeitserfahrung Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Ausbildungsformen liegt im betrieblichen Alltag: Lehrlinge sind von Beginn an in reale Arbeitsprozesse eingebunden und übernehmen schrittweise Verantwortung. Sie erleben Verlässlichkeit, klare Strukturen und die Anforderungen eines regulären Arbeitsumfelds – wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige berufliche Entwicklung.
Gleichzeitig bieten die Betriebe ein Umfeld, das gezielt auf Unterstützung und Entwicklung ausgerichtet ist. Diese Kombination aus wirtschaftlicher Realität und individueller Förderung schafft besonders stabile Ausbildungsbedingungen.

Faire Entlohnung während der Ausbildung Lehrlinge in den Integrativen Betrieben erhalten von Beginn an eine kollektivvertraglich geregelte Lehrlingsentschädigung. Damit gilt auch in der Ausbildung der Grundsatz der Integrativen Betriebe: Die Leistungen der Lehrlinge werden als wertvoller Beitrag zum Unternehmen anerkannt und entsprechend entlohnt. Die vergleichsweise attraktive Vergütung unterstreicht, dass die hohe Qualität der Ausbildung sowie die umfassenden Unterstützungsangebote als selbstverständlicher Bestandteil eines modernen und fairen Ausbildungsmodells verstanden werden.
Ziel: Nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt Die Lehrausbildung in den Integrativen Betrieben verfolgt ein klares Ziel: die nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Absolvent:innen einer klassischen Lehre schließen mit einem regulären Lehrabschluss ab und werden – ebenso wie Jugendliche in verlängerten Lehren oder Teilqualifikationen – bestmöglich und individuell auf den nächsten Karriereschritt vorbereitet. Nach Abschluss der Lehre wechseln die ausgebildeten Fachkräfte häufig in Unternehmen des freien Arbeitsmarkts. Die jungen Erwachsenen werden bei diesem Übergang aktiv begleitet.
Damit erfüllen die Integrativen Betriebe eine wichtige Funktion: Sie qualifizieren Fachkräfte und stellen diese dem Arbeitsmarkt zur Verfügung – ein relevanter Beitrag zur Fachkräftesicherung in Österreich.
Arbeitgeber mit gesellschaftlicher Verantwortung Unter der Dachmarke dib sind acht Integrative Betriebe zusammengeschlossen, die gemeinsam rund 3.400 Mitarbeiter:innen beschäftigen. Sie stehen für ein inklusives Arbeitsumfeld, Chancengleichheit und langfristige Perspektiven.
Die Lehrausbildung ist dabei ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes: Sie verbindet wirtschaftliche Anforderungen mit individueller Förderung und schafft konkrete Zukunftsperspektiven für junge Menschen.
Hochauflösende Fotos und Dokumente auf Anfrage verfügbar



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